Remscheid

Remscheid ist eine kreisfreie Großstadt im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Düsseldorf. Gemeinsam mit Wuppertal und Solingen bildet Remscheid das „Bergische Städtedreieck“. Im Zuge der Industrialisierung im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt aufgrund der ansässigen Metall- und Werkzeugindustrie zu einem bedeutenden Industriestandort mit Handelsbeziehungen nach Übersee und in die ganze Welt, was ihr den Beinamen „Seestadt auf dem Berge“ eingebracht hat. Musste die Stadt im Zuge der Deindustrialisierung in der jüngeren Vergangenheit rückläufige Einwohnerzahlen verkraften, stabilisierte sich die Einwohnerentwicklung in den letzten Jahren. Das heutige Stadtgebiet gliedert sich in die vier Stadtbezirke: Alt-Remscheid, Remscheid-Süd, Lennep und Lüttringhausen. Letztere beiden waren früher eigenständige Städte und sind 1929 eingemeindet worden.

Die außergewöhnliche Heterogenität der Bevölkerung , die diese Stadt kennzeichnet, hat dort bislang zu bemerkenswert wenigen sozialen oder kulturellen Konflikten geführt. Angesichts der aktuellen und weiterhin zu erwartenden Zuwanderung und des Alterungsprozesses der zugewanderten Bevölkerung sieht sich die Stadt allerdings vor neue Herausforderungen gestellt, nicht zuletzt auch wegen des Fehlens zusätzlicher Entwicklungsflächen und der besonders angespannten Haushaltslage. Diese Situation macht die Stadt zu einem idealen Laboratorium für die Erarbeitung modellhafter Strategien zur integrierten und kultursensiblen Bestandsentwicklung im demografischen Wandel.