MOSAIK stellt Remscheider Quartierstypen vor

MOSAIK stellt Quartierstypen vor

Wie können auf kleinräumiger Ebene Quartiere identifiziert werden?Wie können diese typisiert werden? Und wie sollte ein solcher Ansatz ausgestaltet sein, damit er auf andere Städte übertragbar ist? Die Entwicklung eines modellhaften Vorgehens zur Identifizierung und Typisierung kleinräumiger Quartiere war eines der Ziele des Projektes MOSAIK. Die Ergebnisse der Anwendung des Ansatzes auf die Stadt Remscheid wurden am 28. Oktober 2020 im Rahmen der abschließenden Videokonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.


Nach Grußworten von Thomas Neuhaus (Stadt Remscheid) und Dr. Vera Grimm (Bundesministerium für Bildung und Forschung) zeigte Prof. Dr. Thorsten Wiechmann noch einmal die Ziele des im März 2017 gestarteten Projektes auf und führte die Teilnehmer*innen durch die abschließende Videokonferenz.


Kompakt umriss Dr. Thomas Terfrüchte den entwickelten Ansatz und dessen Anwendung auf die Stadt Remscheid. Ausgehend von einer Vielzahl sozioökonomischer, demographischer, siedlungsstruktureller und funktionaler Indikatoren konnten anhand komplexer statistischer Verfahren insgesamt 92 Quartiere identifiziert und unterschiedlichen Typen zugeordnet werden: „Dynamische Ankunftsquartiere“, „stabile Bleiberäume“ und „hybride Zwischenräume“. Nach einer näheren Betrachtung der jeweiligen Charakteristika dieser Quartierstypen stellten Mathis Fragemann, Dennis Hardt und Annekatrin Kühn Handlungsempfehlungen für deren zukünftige Entwicklung vor.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab Prof. Dr. Susanne Frank noch einmal einen Überblick über die Ergebnisse der über dreijährigen Projektarbeit. Neben der Identifizierung und Typisierung von Quartieren umfassten diese auch die exemplarische Entwicklung quartierstypenbezogener Strategien für die vier Fallstudienquartiere Hasenberg, Hohenhagen, Honsberg und Rosenhügel.

Wie funktionieren heterogene Quartiere? Welche Mechanismen beeinflussen das Zusammenleben in Räumen, die von besonderer Vielfalt gekennzeichnet sind? Und wie sollten Strategien ausgestaltet sein, um das Neben- und Miteinander im Wohnumfeld zu fördern? Mit diesen Fragestellungen befasste sich von März 2017 bis Oktober 2020 das gemeinsam von den Fachgebieten Raumordnung und Planungstheorie (ROP) und Stadt- und Regionalsoziologie (SOZ) der Fakultät Dortmund an der TU Dortmund und der Stadt Remscheid initiierte und durch das BMBF geförderte Verbundprojekt MOSAIK.